Unsere Geschichte

Seit 1831
begeistern die Sängerinnen und Sänger des Konzertchors Solothurn, die Solistinnen und Solisten, die Orchester und unsere Chorleiter unser Publikum. Nur wenige Vereine und noch weniger Chöre dürfen auf eine vergleichbar lange Geschichte zurückblicken.
Dieser Blick auf unsere Geschichte hilft uns, die Zukunft nicht aus den Augen zu verlieren.
2031
200 Jahre Konzertchor Solothurn
2031 dürfen wir den 200. Geburtstag des Konzertchors Solothurn feiern. Ein Ereignis, das für einen gemischten Chor in der Schweiz fast einzigartig ist.
2025
Joël Morand übernimmt die Chorleitung des Konzertchors Solothurn
Ende 2024 reichte Adalbert Roetschi den Taktstock an Joël Morand weiter.

Roetschi bezeichnet diese Wahl als Glücksfall: «Ein junger, sensibler und toller Musiker aus Solothurn, der Erfahrung als Chorleiter mitbringt. Mit der Fähigkeit, junge Sänger zu motivieren, wird es ihm gelingen, den Konzertchor zu verjüngen. Joël Morand werde die Traditionen pflegen, aber auch neue Wege gehen.»
Erfahren Sie hier mehr über unseren Chorleiter Joël Morand.
2006
175 Jahre Konzertchor Solothurn
Aus Anlass des 175. Geburtstags des Chors ist im November 2006 die Auftragskomposition „Zu Babel ein Turm“ von Carl Rütti (Text: Ulrich Knellwolf) uraufgeführt worden. Ein überaus würdiger Rahmen für den hohen Geburtstag und ein weiterer musikalischer Höhepunkt!
1996
Adalbert Roetschi übernimmt die Chorleitung des Konzertchors Solothurn

In seiner Laufbahn als Chorleiter gab es Fusionen mit anderen regionalen Chören, wie für das Verdi-Requiem, Dvořáks «Stabat Mater» und Haydns «Cäcilien Messe». Doch nicht nur Klassik und Romantik standen beim Dirigenten und dem Konzertchor hoch im Kurs, auch gegenüber Zeitgenössischem zeigten sie sich aufgeschlossen.
«Der Konzertchor hat immer wieder Kompositionsaufträge vergeben. In meiner Dirigentenzeit war «Zu Babel der Turm» mit der Musik von Carl Rüti und dem Text von Ulrich Knellwolf sicher einer der Höhepunkte», erinnert sich Roetschi.
1995
Neuer Name «Konzertchor Solothurn»
Der Konzertchor der Stadt Solothurn verabschiedet sich nach fast 175 Jahren vom Namen «Cäcilienverein». Der Chor ist mittlerweile als Oratorienchor in und um Solothurn etabliert. Dies soll auch im Namen des Chors zum Ausdruck gebracht werden.
1986
Anton Zwolensky übernimmt die Chorleitung des Cäcilienvereins
Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.
1981
150 Jahre Cäcilienverein der Stadt Solothurn
Am 9. und 10. Mai 1981 bildeten die Festkonzerte im Konzertsaal Solothurn mit Werken von Vivaldi, Haydn und Beethoven den Höhepunkt der Festlichkeiten zum 150. Geburtstag der Cäcilienvereins.
Vom 30. April bis 16. Mai fand die Ausstellung «150 Jahre Cäcilienverein der Stadt Solothurn» in den Räumen der Musikabteilung der Zentralbibliothek statt.
1979
Alban Rötschi übernimmt die Chorleitung des Cäcilienvereins
Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.
1956
125 Jahre Cäcilienverein Solothurn
Zur Feier des 125. Geburtstages des Vereins komponierte Albert Jenny im Auftrag des Cäcilienvereins das Oratorium «Dem unbekannten Gott». Die Texte wurden vom jungen solothurnischen Dichter Herbert Meier basierend auf einem seiner Gedichte verfasst.

55 Sopranistinnen, 39 Altistinnen, 7 Tenöre und 24 Bässe waren 1956 aktive Vereinsmitglieder.
1944
Albert Jenny übernimmt die Chorleitung des Konzertchors Solothurn
Am 24. Januar 1944 wurde Albert Jenny zum Chorleiter erkoren. Die Wahl fiel nicht darum auf ihn, weil er ein Solothurner ist, sondern weil man in ihm einen überaus fähigen Cohrerzieher erkannte, dem man mit vollem Vertrauen die musikalische Leitung des Vereins übertragen durfte.

Leider entsprach der finanzielle Erfolg der in den ersten Jahren unter der Leitung des neuen Chorleiters aufgeführten Werke («Deutsches Requiem» von Johannes Brahms und «Messias» von G. F. Händel 1945; «Messe in D» von Anton Bruckner und «Te Deum» von Richard Flury in 1946) in keiner Weise dem künstlerischen. Ein gewaltiges Defizit wartete darauf, aus der Welt geschaffen zu werden. Unterstützung erhielt der Verein durch die Behörden der Stadt und des Standes Solothurn sowie von treuen Gönnern. Es wurden jedoch auch Rufe laut, wenn der Verein immer mit Defiziten zu rechnen habe, dann solle es sich einschränken und nur noch gelegentlich auftreten.
1943
Uraufführung des Oratoriums «Michelangelo» von Hans Haug
Diese Uraufführung fand die Beachtung der ganzen Musikwelt in der Schweiz. Eine führende Zeitung nannte Solothurn «so etwas wie die Metropole für bedeutsame schweizerische Uraufführungen».
Leider stand der finanzielle im umgekehrten Verhältnis zum künstlerischen Erfolg der Uraufführung. Dazu gesellten sich in vermehrtem Mass durch den Krieg und durch persönliche Angelegenheiten bedingte Schwierigkeiten aller Art, was zu einem aussergewöhnlich schlechten Besuch der Proben führte, deren einige überhaupt nicht abgehalten werden konnten.
1939
Kriegszeiten
Nachdem im Sommer 1939 Hans Hubers «Einsiedler Messe» und Richard Flurys «Te Deum» in der Einsiedler Klosterkirche aufgeführt wurde, sollten diese Werke auch in Solothurn erklingen.
Da aber brach anfangs September der Zweite Weltkrieg los, der fortan das künstlerische Leben und Streben des Chores schwer belasten sollte. Dirigent, Präsident und viele Sänger wurden für längere Zeit in den Militärdienst gerufen, so dass erst anfangs 1940 wieder Proben abgehalten werden konnten.
1931
Centanarfeier
Unter dem strebsamen und zielbewussten Dirigenten Dr. Erich Schild und unter dem gewandten und umsichtigen Präsidenten Dr. Edgar Steuri beging der Cäcilienverein das Jubeljahr 1931 als eine Chorgemeinschaft, die gegen 200 Sängerinnen und Sänger umfasste.
Das Schweizerische Tonkünstlerfest wurde, verbunden mit der Feier des 100. Geburtstages des Cäcilienvereins in Solothurn abgehalten. Uraufgeführt wurden durch den Cäcilienverein zwei Werke: «Cris du Monde» von Arthur Honegger und «Messe in d‑moll» von Richard Flury. Beide Uraufführungen, welchen die Komponisten persönlich beiwohnten, wurden durch die hervorragenden Vertreter der schweizerischen Musikwelt, die in Solothurn zu Gaste waren, und durch die Berichterstatter zahlreicher Zeitungen eingehend gewürdigt, riefen, wie es bei lebendigen Werken gar nicht anders sein kann, aber auch leidenschaftliche Auseinandersetzungen der Freunde und der Gegner heutigen Kunstschaffens.
Abschluss der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag war eine Konzertreise nach Paris. Ein Empfang des Chores durch den Schweizer Gesandten Minister Alphonse Dunant und durch die Präsidenten der Schweizerkolonie, ein grosser Schweizer Heimatabend, Stadtrundfahrten, Besuch der Theater und Museen, Auskosten des Grossstadtlebens durch die «Hirtenknaben», das alles rahmte die beiden Konzertaufführungen in der modernen «Salle Pleyel» ein. Am ersten Abend dirigierte Arthur Honegger die Wiedergabe zweier seiner Orchesterwerke, worauf der Cäcilienverein unter Dr. Erich Schilds Leitung die «Cris du Monde» aufführte.
Gewaltig war freilich auf die finanzielle Last, die als Folge «verschiedener Zwischenfälle», wie es irgendwo in den Akten heisst, die Reise nach Paris nicht so rasch vergessen lassen sollte. Frei von allen Verpflichtungen wurde der Verein erst etwas zwanzig Jahre später…
1926
Der Cäcilienverein und der Männerchor haben eigene musikalische Leitungen
Als der Cäcilienverein durch die Vereinigung mit dem Schild-Chor, einem Privatchor seines Dirigenten, wieder stark geworden war an Männerstimmen, erwachte in ihm mehr und mehr auch wieder der Wille, sich ausschliesslich seiner ursprünglichen Aufgabe zu widmen und wiederum alljährlich mit einem Oratorien-Konzert vor die Öffentlichkeit zu treten. Dies führte zu einigen Spannungen mit dem Männerchor Solothurn, wollte dieser seine Hauptaufgabe, das Kunst- und Volkslied zu pflegen, gerecht werden.
bis 1926
Der Cäcilienverein wurde zu einem blossen Frauenchor
Der Cäcilienverein blieb seiner Aufgabe, der Bevölkerung der Stadt Solothurn Oratorien und Messen zu vermitteln, durch alle die Jahre hindurch treu, wenn er sich zeitweise auch vermehrt des einfacheren Liedergutes annahm. Das geschah vor allem in der Zeit, da der Chor sich mit dem Männerchor Solothurn, der 1884 aus dem Zusammenschluss der «Liedertafel» und des «Liederkranz» hervorgegangen war, zu gemeinsamen Konzerten vereinigte. In diesen Jahren wurde der Cäcilienverein zu einem blossen Frauenchor.
1922
Dr. Erich Schild wird Dirigent des Cäcilienvereins
Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua.

At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.
1906
Diamantene Jubelfeier des Cäcilienvereins
Das 173. Konzert des Cäcilienverein fand am 6. Mai 1906 zur Feier des 75-jährigen Bestehens des Vereines statt. Auf dem Programm stand «Das Lied von der Glocke» für Solis, Chor und Orchester von Max Bruch.

Der Cäcilienverein zählte 1906: 16 Ehrenmitglieder, 47 Sopranistinnen, 46 Altistinnen, 6 Tenöre, 11 Bässe, 100 Passivmitglieder. 71 Männer des Männerchors Solothurn unterstützen beim Jubiläumschor.
1900
Einweihung des städtischen Saalbaues
Die musikalische Einweihung des städtischen Saalbaues fand am 21. und 22. Juli 1900 unter der Direktion Casimir Meister durch ein gemeinschaftliches Konzert von Cäcilienverein und Männerchor statt. Nach einer künstlerischen Matinee war Haydn’s Oratorium «Die Schöpfung» der Weihegesang.

1898
Casimir Meister wird Dirigent des Cäcilienvereins
Der Verein hatte es hauptsächlich dem Rate des scheidenden Direktors Schmidt zu verdanken, in der Person des Herrn Casimir Meister einen tüchtigen, ebenbürtigen Nachfolger erhalten zu haben. Der 1869 in Matzendorf geborene Solothurner Bürger kehrte nach seiner musikalischen Ausbildung in Lausanne, München und Paris (dort lernte er französisches Wesen und französische Kunst kennen) kehrte er in die Schweizer Heimat zurück. Nach einer Station in Bulle und Glarus übersiedelte er 1898 nach seiner Vaterstadt Solothurn; als städtischer Gesangslehrer und Dirigent der beiden grösseren Gesangsvereine.

Seine Kompositionen erstrecken sich vorzugsweise auf Chormusik, kleinere Lieder, Klavier- und Orchesterstücke.
1881
Goldene Jubelfeier des Cäcilienvereins
Die Jubiläumsfeier zum fünfzigjährigen Bestehen fand am 26. Mai 1881 statt. Mit Chören aus der «Schöpfung» hatte der Cäcilienverein sein Leben im Mai 1831 begonnen, so war die Wahl des Stoffes angezeigt.

Um eine möglichst vollkommene Aufführung zu erzielen, ward beschlossen, alle unsere tüchtigen Solokräfte, besonders unter den Damen, für den Chor zu verwenden und anerkannte fremde Solisten beizuziehen. An alle älteren Mitglieder, die noch gesanglustig und ‑fähig waren, erging eine Einladung und viele folgten dem Ruf. Die Tit. «Liedertafel» ward angegangen, uns beizustehen und freudig sagten sie zu.
1876
Der Cäcilienverein tritt von der in St Ursen übernommenen Verpflichtung zurück
Da infolge der Einführung eines christkatholischen Gottesdienstes in der Franziskanerkirche Herren und Damen des Vereins zur Mitwirkung beim dortigen Kirchengesange sich verpflichteten, wurde es unmöglich, die bisherige Verpflichtung, welche der Verein für die hohen Festtage in St. Ursen übernommen hatte, zu erfüllen. Man wollte keinem Mitgliede einen Zwang auferlegen, weder der einen noch der anderen Seite hin, und so trat der Cäcilienverein von der in St. Ursen übernommenen Verpflichtung zurück.
Dadurch wurde dem Director mehr Zeit für die Pflege der weltlichen Concertmusik verschafft. Ihm lag infolge seines protestantischen Bekenntnisses die katholische Kirchenmusik ferner.
1875
Carl-Julius Schmidt wird Dirigent des Cäcilienvereins
Im November 1975 wurde Carl-Julius Schmidt, der zum Gesangslehrer der Stadt gewählt worden war, neuer Director des Cäcilienvereins.

Der aus Grimma im Königreich Sachsen stammende neue Direktor wurde in der Festgabe zur diamantenen Jubelfeier wie folgt beschrieben: «Trotzdem es dem jugendlichen Musiker in der ersten Zeit etwas Mühe kosten mochte, sich in unsere hiesigen Verhältnisse einzufinden, gelang es ihm bald, sich Anerkennung und Beliebtheit zu erwerben. Bei der Direktion der Vereine wusste er von Anfang an mit seiner feinen Interpretation zu imponieren. Er verstand es das Einüben sowohl der einfachen Lieder wie der schwierigen Tonwerke zu einer angenehmen Vereinsaufgabe zu machen.»
1898 wechselte Direktor Schmidt in die Stadt Basel. Diese hatte es vermochte, den tüchtigen Dirigenten, der sich auch als Komponist einen geachteten und beliebten Namen gemacht hatte, an sich zu fesseln. Er wirkte dort nun als Leiter des «Männerchor Basel» sowie als Lehrer an der Musikschule.
1871
H. Wilhelm Schepp wird Dirigent des Cäcilienvereins
Am 11. November 1871 wurde Herr Wilhelm Schepp aus Rotterdam zum Director gewählt.

Derselbe ward auch vom Männerchor der «Liedertafel» erwählt. Im Sommer 1875 verliess Herr Schlepp Solothurn nach vierjähriger Wirksamkeit.
1870
Das Jahr der drei Dirigenten:
Gustav Bergmann, Domherr A. Walther, J. Bläsi
Gustav Bergmann wurde am 5. Oktober 1869 zum Nachfolger von Herrn Munziger gewählt. Schon am 6. Mai 1879 reichte Director Bergmann seine Demission ein. Er war zum Gesangslehrer in Laufenburg erwählt worden.
Die Proben wurden bis zur Wahl eines neuen Directors von Präsident Bläsi geleitet, unterstützt von Domkaplan Walther. Die Kriegszeiten, welche auf unsere Landesverhältnisse störend einwirkten und den Präsidenten Bläsi als Commandanten eines solothurnerischen Bataillons auf längere Zeit wegriefen, verzögerten das Winterkonzert bis zum 18. März 1871.
1869
Dr. Carl Munzinger übernimmt die Chorleitung des Cäcilienvereins
Carl Munzinger wurde 1869 zum Director des Cäcilienvereins gewählt, nachdem er schon über ein Jahr als Vice-Director der Cäcilienvereins und seit vielen Jahren als Director des Männerchors der «Liedertafel» tätig war.

Ende Mai konnte in Verbindung mit der «Liedertafel» der 100. Psalm von Händel und «Comala» von N. Gnade aufgeführt werden. Dieses erste Konzert unter Direction des Herrn Munzinger wurde im Oktober als dessen Abschiedskonzert wiederholt. Er war von der Regierung des Kantons Bern als Gesangslehrer der dortigen Kantonsschule gewählt worden.
1860
Saumseligkeit
Nach 29jähriger Leitung entschied sich der Direktor sein Directorat niederzulegen. Von Seiten der Vereins wurden alle Schritte getahn den Director zur Zurücknahme seiner Demisson zu bewegen, alle seine Wünsche sollen berücksichtigt und wenn möglich erfüllt, besonders der Saumseligkeit der Mitglieder im Besuche der Proben und sogar auch der Concerte durch Bussgelder gesteuert und ebenso auch die übrigen Übelstände gehoben werden.
Nachdem der Director seine Demission zurücknahm, wurde ein Präsidium geschaffen und die Vereinsstatuten wurden revidiert. Die damals 84 Mitglieder unterschrieben die neuen Statuen eigenhändig.
1860
Schenkungsvertrag
Am 19. März 1860 fasste das Comite folgenden Beschluss:
«Der Cäcilienverein tritt mit heutigem Datum an die hohe Regierung des Kantons Solothurn zu Handen des Staates als alleiniges und unbeschränktes Eigenthum ab: die musikalische Bibliothek des Vereins mit dem Vorbehalt, dass für alle Zukunft dieselbe dem Vereine zur Benutzung überlassen werden sollte.»
Der Wert der Bibliothek wurde zum Zeitpunkt der Schenkung auf 4653 Fr. geschätzt.
Am 24. Dezember 1860 hat der Regierungsrath die Schenkung des Vereins mit Benutzungsrecht für die ganze Dauer seiner Existenz angenommen, sie dem Verein verdankt und das Baudepartement beauftragt einen Kasten im Übungslokal in der Kaserne zur Aufbewahrung der Musikalien anfertigen zu lassen.
1856
25jährige Jubelfeier
Am 23. November konnten die «Jahreszeiten» von Haydn zur Jubelfeier des 25jährigen Bestandes des Vereins aufgeführt werden.
1841
Feier des ersten Decenniums
Am 7. Juli 1841 fand die Feier des ersten Decenniums im festlich geschmückten neuen Concertsaale statt. Eröffnet wurde sie durch einen Prolog, gedichtet und vorgetragen von Hrn. J. Amiet, hernach wurde aufgeführt: Die vier Menschenalter, Cantate von Fr. Lachner.
1831
Gründer, Chorleiter und lebenslanger Director: Domkaplan Franz-Joseph Wohlgemuth

Geboren am 2. Oktober 1802 in Seewen, Kanton Solothurn, verbrachte er seine erste Jugendzeit bei einer Tante in dem kurz vorher noch österreichischen Städtchen Laufenburg, und kam dann im Herbst 1820 an das Kollegium in Solothurn, dessen zwei oberste Klassen er besuchte. Seine theologische Ausbildung erhielt er während 3 Jahren an der solothurnischen theologischen Anstalt und wurde 1828 in Freiburg zum Priester geweiht. 1829 wurde er als Kaplan und Organist an die Domkirche St. Urs und Viktor nach Solothurn berufen. Solothurn blieb der Ort seines Lebens und seiner Wirksamkeit. Dort leitete er den Cöciienverein musikalisch und organisatorisch bis kurz vor seinem Tod im Jahre 1869.
1831
Gründung «Cäcilienverein von Solothurn»
Es war im Maimonat des Jahres 1831, als sich mehrere Freunde der Tonkunst verbanden, um sich … in mehrstimmigem Gesange zu üben… so dass der Verein in wenigen Wochen 18 Mitglieder zählte.
Am 1.9.1831 wurde das erste Konzert vor etwas 40 Zuhörern aufgeführt. Das Programm bestand aus der «Schöpfung» von Haydn, aus «Josef und seine Brüder in Egypten» von Mehul und «Preciosa» von C. M. Weber.
1832 wurden «die sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuz» von Haydn und die «Auferstehung» von Bach aufgeführt. 1833 nahm der Verein den Namen «Cäcilienverein» zu Ehren der hl. Cäcilia, der Patronin der Musik und des Gesangs, an.
Zwei leitende Grundregeln des neu gegründeten Chors lauteten: «Alle eigentliche Theater- oder Virtuosenmusik ist ausgeschlossen» und «Kein, wenn auch sonst noch so gutes Gesangsstück, ohne guten Text».
Die Gründung des Vereins erfolgte in einer Zeit, in der in das schweizerische Gesangwesen durch den Sängervater Nägeli neues Leben gekommen war. Durch die um das Gesangswesen im Kanton viel verdienten Ulrich und Victor Munzinger von Olten wurden Nägeli’s Weisen in den Kanton verpflanzt, auch hatte hier in Solothurn der blinde Aloys Glutz durch seine beliebten solothurnischen Volkslieder neue Freude am Liede geweckt. Zu erwähnen ist auch Herr Charles Frölicher-Lack, der aus Frankfurt a. M. nach Solothurn zurückgekehrt war und viel vom regen musikalischen Leben der reichen Handelsstadt erzählen konnte.
Bei den hier wiedergegebenen Texten handelt es sich um Originaltexte oder Extrakte aus den unten aufgeührten Quellen. Diese Texte wurden weder orthografisch noch grammatikalisch den aktuell geltenden Regeln angepasst.
Quellen:
- Der Cäcilienbote April 1981 – Jubiläums-Nummer – Redaktion: Hans Albrecht-Maurer
- Festschrift zur 125. Geburtstagsfeier des Cäcilienvereins, verfasst im Auftrage des Vorstandsv on Pfarrer Lothar Affolter
- Festgabe zur diamantenen Jubelfeier
- Denkschrift zum fünfzigjährigen Jubiläum verfasst von Dompropst J. Eggenschwiler
- Denkschrift zum 25.jährigen Jubiläum verfasst von Dr. F. Lang